

Straßennamen über die Köpfe vieler Menschen hinweg umzubenennen – das ist keine gute Idee! Geschichte verschwindet nicht dadurch, dass ein Straßenschild aus dem Stadtbild entfernt wird. Wem Geschichte wirklich wichtig ist, wird Geschichte sichtbar einordnen statt sie (administrativ) ersetzen zu wollen.
Straßennamen bezeichnen unser Zuhause. Sie sind mehr sind als bloße Schilder. Sie prägen den Alltag und sind Teil des historischen Gedächtnisses unserer Stadt. Wenn ein Straßenname historisch belastet sein könnte, sollten wir gemeinsam klären, ob dem wirklich so ist und dann gemeinsam überlegen, wie wir damit umgehen wollen.
Unsere Lösung: Zusatzschilder, Infotafeln und digitale Hinweise – wissenschaftlich fundiert und vor Ort direkt nachvollziehbar. Wo die Umbenennung eines Straßennamens AUSNAHMSWEISE in Frage kommen sollte, muss ein transparentes und wirklich ergebnisoffenes Verfahren her.

“Problematische Straßennamen dürfen nicht einfach unkommentiert stehen bleiben. Aber wer glaubt, man könne Geschichte lösen, indem man Schilder austauscht, macht es sich zu einfach. Geschichte lässt sich nicht leugnen oder ungeschehen machen. Genau deshalb wollen wir aufklären statt ausradieren."


Nicht jeder umstrittene Straßenname muss sofort geändert werden. Aber problematische Namen dürfen auch nicht einfach unkommentiert im Stadtbild stehen bleiben. Wir wollen, dass historische Belastungen sichtbar und verständlich eingeordnet werden – direkt vor Ort, nachvollziehbar und dauerhaft.


Wer einen Straßennamen sieht, soll auch erfahren können, wer oder was dahintersteht, warum der Name heute kritisch gesehen wird und was wir daraus lernen können. Genau dafür wollen wir Zusatzschilder, Infotafeln und digitale Hinweise per QR-Code. So wird Geschichte nicht verdrängt, sondern im Alltag erklärt.


Wenn eine Umbenennung ausnahmsweise wirklich notwendig ist, braucht es ein klares, transparentes und rechtssicheres Verfahren. Betroffene Anwohner müssen frühzeitig beteiligt werden, Alternativen müssen geprüft werden und die Folgen für Alltag, Dokumente und Erreichbarkeit dürfen nicht kleingeredet werden.
Wir bringen unsere Vorschläge direkt in die politische Debatte ein – mit konkreten Anträgen und Initiativen für mehr historische Einordnung und faire Verfahren bei Straßennamen in Bremen.
UNSERE INITIATIVEN:

Moin, ich bin Michael Jonitz und setze mich in der Bremischen Bürgerschaft dafür ein, dass problematische Straßennamen in Bremen erklärt statt vorschnell umbenannt werden.

Am Wall 135, 28195 Bremen